Symptome von Eisenmangel

Die vielen Gesichter des Eisenmangels

 

Neigen Sie zu erschöpfungsähnlicher Müdigkeit? – Haben Sie bei sich einen unerklärlichen Haarausfall festgestellt, oder sind Ihre Haare brüchig und stumpf? – Schlafen Sie schlecht?

Das Spurenelement Eisen ist in fast jeder Körperzelle zu finden und spielt eine zentrale Rolle im Energiehaushalt. Da es an so vielen Körperfunktionen maßgeblich beteiligt ist, können die Symptome des Eisenmangels auch sehr vielfältig sein. Außerdem sind die Symptome häufig allgemein und beginnen schleichend. Das hat zur Folge, dass Betroffene die Verschlechterung ihres Zustandes zunächst gar nicht wahrnehmen. Viele Menschen leben mit Eisenmangel und wissen nicht, dass sie ihn haben. Ihre Müdigkeit – das häufigste Symptom –  schreiben sie ihrem Lebenswandel oder hohen den Anforderungen des Alltags zu.

 

Zu den gängigsten Erscheinungsbildern des Eisenmangels zählen:

Symptome des zentralen Nervensystems:

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Gedrückte Stimmungslage

 

Symptome von Haut und Haaren:

  • Haarausfall, stumpfes Haar
  • Brüchige Fingernägel
  • Eingerissene Mundwinkel („Mundecken“)

 

Allgemeine Symptome:

  • Höhere Infektanfälligkeit
  • Kälteempfindlichkeit

 

Bei Leistungssportlern zusätzlich:

  • Reduzierte Ausdauerleistung
  • Unerklärlicher Leistungsknick
  • Kurzatmigkeit, rasche Ermüdung bei sportlicher Betätigung

Außerdem gibt es Hinweise, dass Eisenmangel in Zusammenhang gebracht werden kann mit:

  • Syndrom der unruhigen Beine – Restless Legs Syndrome
  • Aufmerksamkeitsstörung und Hyperaktivität bei Kindern und Jugendlichen
  • Wochenbettdepression bei Frauen kurz nach der Geburt

 

Ist der Eisenmangel schon so weit fortgeschritten, dass er zu einer Anämie (Blutarmut) geführt hat, können sich noch weitere Symptome einstellen:

  • Herzklopfen
  • Atemnot schon bei leichter Anstrengung
  • Blasse Haut und Schleimhäute

 

Auch für den Arzt ist die Diagnose auf Basis des klinischen Erscheinungsbildes nicht ganz leicht. Andererseits: Wenn diese Anzeichen scheinbar ohne Grund vorliegen, dann ist der Verdacht auf einen Eisenmangel schon einmal nahe liegend. Ein einfacher Bluttest auf die aussagekräftigen Parameter Ferritin, Transferrinsättigung und CRP gibt dann Sicherheit ob Eisenmangel Ursache der Beschwerden ist, oder vielleicht eine andere Erkrankung vorliegt.

Nach der richtigen Diagnose und der erfolgreichen Therapie kommt vielen Patienten die Erkenntnis: „Ich wusste gar nicht, wie schlecht es mir ging!“, oder: „Ich wusste gar nicht, wie gut es mir gehen kann!“

 

In der weiteren Folge ist es auch wichtig, zu klären, woher der Eisenmangel kommt. Da dieser ein Symptom für eine ihm zugrunde liegende Erkrankung sein kann, ist das diagnostische Wissen des Arztes gefragt um diese Frage zu beantworten. Im Idealfall wird der Eisenmangel behandelt und gleichzeitig seine Ursache beseitigt.