Konzentrationsschwäche

Warum habe ich Konzentrationsstörungen? Warum lenkt mich jede Kleinigkeit ab?

 

Eine Konzentrationsschwäche kann das Leben massiv beeinträchtigen: Man braucht auch für einfache Aufgaben länger als nötig, die Erledigung der Aufgaben ist ungenau, weil die Aufmerksamkeit fehlt. Jeder Reiz von außen bedeutet eine Störung.  Sowohl im Berufsleben als auch in Schule und Studium sind Anzeichen von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsschwäche störend, bzw. können sie auch zu einem echten Problem werden.

Natürlich hat jeder bessere – sprich produktivere – und schlechtere Tage. Wenn einmal einen Tag lang nichts weitergeht, ist das zwar ärgerlich, aber noch nicht beunruhigend. Unser Gehirn ist kompliziert. Vielleicht war der Schlaf davor schlecht oder kurz, oder der Stress lässt viele Dinge gleichzeitig im Kopf herumschwirren. So etwas kommt immer wieder einmal vor, es vergeht aber genauso rasch wieder.

Wird die Konzentrationsschwäche allerdings zum Dauerzustand und beginnt sie, das eigene Leben zu beeinträchtigen bzw. die Lebensqualität zu vermindern, sollten Sie ärztlichen Rat aufsuchen.

Es gibt viele mögliche Ursachen von Konzentrationsstörungen. Nachstehend eine kleine Auswahl an Auslösern:

  • Dauerhafte psychische Überlastung
  • Eisenmangel bzw. eine Unterversorgung mit anderen Nährstoffen
  • Kreislauf- und Durchblutungsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Organische Erkrankungen wie Schilddrüsenunterfunktion oder Nierenschäden
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bei Kindern und Jugendlichen: ADHS

Mangelerscheinungen sind häufig die Ursache schwacher Gehirnleistung oder schlechter Konzentrationsfähigkeit. Unter diesen ist der Eisenmangel hervorzuheben, weil er viele Menschen betrifft und häufig für lange Zeit undiagnostiziert und unbehandelt bleibt. Da das Eisen zentrale Bedeutung für den Gehirnstoffwechsel hat, ist es naheliegend, dass ein Eisenmangel die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinträchtigt. Besonders während der kindlichen Gehirnentwicklung und bei Jugendlichen im Wachstum ist auf eine ausreichende Zufuhr des Spurenelements Eisen zu achten.

Neben einer Störung der Konzentration können auch andere Eisenmangel Symptome auftreten.

Liegt Ihre Konzentrationsschwäche an einem Eisenmangel und keiner anderen Ursache, können Sie sich glücklich schätzen. Ein Eisenmangel ist anhand einer Blutabnahme und der richtigen Auswertung der wichtigsten Laborwerte für den Eisenstatus (Ferritin und Transferrinsättigung) einfach zu diagnostizieren. Genauso unkompliziert wie die Diagnose kann auch die Behandlung eines Eisenmangels sein. Personen deren Konzentrationsfähigkeit durch einen Eisenmangel gehemmt ist, profitieren deutlich von einer Behandlung mit Eisenpräparaten. Es gibt die Möglichkeit von Eisentabletten, oder, wenn diese nicht greifen oder nicht vertragen werden, Eiseninfusionen, die eine rasche Auffüllung der Eisenspeicher ermöglichen.

 

Was ist also zu tun, wenn Sie das Gefühl haben, unter Gedächtnis- oder Konzentrationsschwäche zu leiden?

Suche Sie ärztlichen Rat! Möglicherweise ist diese Symptomatik leicht zu bekämpfen, vielleicht liegt es lediglich daran, dass Sie zu wenig trinken oder an einem einfachen Eisenmangel. Spezialisten in Sachen Eisenmangel finden Sie im Ärzte-Netzwerk Eisenkompetenz und hier.

 

Thema ADHS

Das Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom wird heutzutage viel diskutiert und häufig für Hyperaktivität oder Unruhe bei Kindern verantwortlich gemacht. Es geht mit Konzentrationsstörungen und anderen Symptomen einher. Mittlerweile konnten Zusammenhänge zwischen dem Mangel an bestimmten Nährstoffen und dem Auftreten von ADHS gefunden werden. Neben einem Eisenmangel treten bei ADHS-Patienten auch gehäuft Zink-, Magnesium-, und Vitamin D-Mängel auf. Die Frage, ob ein Ausgleich dieser Mängel die Symptomatik verbessert, kann noch nicht endgültig beantwortet werden. Experten sind sich jedoch weitgehend einig, dass ein nachgewiesener Nährstoff-Mangel in jedem Fall bekämpft und ausgeglichen gehört.