Ständige Müdigkeit & Erschöpfung

Müde und schlapp trotz ausreichend Schlaf?

Es ist normal, wenn Sie ab und zu müde sind. Ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit könnte aber ein Zeichen für eine Krankheit sein.

Wenn Sie sich über längere Zeit, trotz ausreichendem Schlaf, nicht fit und leistungsfähig fühlen, sollten Sie der Ursache auf den Grund gehen. Denn aus einer Müdigkeit, die nicht ausgeschlafen werden kann, kann auf Dauer auch eine Depression entstehen.

Müde, erschöpft und wenig leistungsfähig

Anhaltende Müdigkeit reduziert die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit. Betroffene schreiben die dauerhaft mangelnde Leistungsfähigkeit häufig psychischen Ursachen zu. Dabei sind es oft eher organische Beschwerden, die die übermäßige Müdigkeit hervorrufen:

  • Mangelerscheinung
  • Entzündungen
  • Immunschwäche

 

„Ich stehe in der Früh auf und bin nicht ausgeschlafen.“ – Dr. Doris Gapp berichtet über ständige Müdigkeit: 

Wie wirkt sich anhaltende Müdigkeit aus?

Chronische Müdigkeit schränkt die allgemeine Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark ein und kann auch zu einem Gesundheitsrisiko werden. Die Konzentration ist eingeschränkt, was vor allem in handwerklichen Berufen schnell zur Gefahr werden kann.

Müdigkeit und Antriebslosigkeit sind des Weiteren die häufigsten Gründe für

  • zu wenig Bewegung
  • sportliche Untätigkeit
  • Fast-Food-Ernährung

 

 

Anhaltende Müdigkeit äußert sich aber nicht nur in Antriebslosigkeit und Unlust, sondern zeigt sich auch durch eine zunehmende körperliche sowie geistige Erschöpfung. Sie wird zudem von vielen Betroffenen auf Dauer als belastend empfunden.

Liegt der Müdigkeit eine Grunderkrankung oder ein Mangel zugrunde, sind üblicherweise weitere Symptome zu beobachten. Löst Eisenmangel die Müdigkeit aus, zeigen sich in der Regel zusätzlich einige dieser Symptome:

 

Trotz der unangenehmen, die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit einschränkenden Beschwerden, konsultiert nur rund ein Viertel der Betroffenen einen Arzt.
Stattdessen setzt die Mehrheit auf selbstverordnete Maßnahmen wie:

  • frische Luft
  • mehr Schlaf
  • den Verzehr von mehr Obst und Gemüse
  • oder die Einnahme von Vitaminpräparaten.1

Die meisten Betroffenen führen die Symptome auf den Alltagsstress, Schlafdefizite und mangelhafte Ernährung zurück und wissen nicht, dass der chronischen Müdigkeit oft ein Eisenmangel zugrunde liegt. Ist dies der Fall, kann die Müdigkeit nicht einfach durch Lebensstilveränderungen ausgeglichen werden.

Wann Sie zum Arzt gehen sollten²

Zwischendurch einmal müde zu sein, ist normal und nicht besorgniserregend. Zum Arzt gehen sollten Sie, wenn:

  • Ihre Müdigkeit bzw. Erschöpfungsneigung seit längerer Zeit, also länger als sechs Monate, besteht.
  • Die starke Müdigkeit Sie nicht schon ein Leben lang begleitet, wenn Sie einen ungefähren Beginn oder eine Dauer definieren können.
  • Die Müdigkeit so ausgeprägt ist, dass Ihre körperliche, seelische und soziale Funktion sowie Ihre Lebensqualität signifikant gestört werden.
  • Körperliche, mentale oder emotionale Belastung Ihre Abgeschlagenheit verschlechtert.
  • Ihr Schlaf nicht erholsam ist, Sie Schlafstörungen haben.
  • Sie kognitive Einschränkungen bemerken, z. B. Gedächtnisstörungen, Probleme bei der Aufrechterhaltung Ihrer Aufmerksamkeit, verlangsamte Verarbeitung von Informationen.
  • Sie auch ohne größere körperliche Anstrengung starkes Herzklopfen haben.
  • Sie an starkem Schwindel, Benommenheit, Zittern oder Schwitzen leiden.
  • Sie keine Erklärung (z. B. eine körperliche oder seelische Erkrankung) für diese andauernde Müdigkeit und Abgeschlagenheit haben.

 

 

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Eisenmangel: Häufiger Grund für Müdigkeit

Anämie ist eine häufige Ursache von Müdigkeit. Hervorgerufen wird diese oft durch den Mangel an Vitamin B12 oder Folsäure. Besonders häufig liegt der Blutarmut aber ein Eisenmangel zugrunde.

Der Körper braucht Eisen für die Blutbildung sowie für die Sauerstoffversorgung der Zellen. Wird ihm weniger Eisen zugeführt, als er benötigt, kann sich eine Eisenmangelanämie, also eine Blutarmut aufgrund von Eisenmangel, entwickeln. Die Konzentration von Hämoglobin im Blut nimmt ab, die Sauerstoffversorgung des Körpers wird beeinträchtigt.

EISEN – ZENTRALES „BRENN-ELEMENT“ DES KÖRPER-KRAFTWERKS

Ohne Eisen kann der Körper kein Hämoglobin bilden. Dieses aber ist verantwortlich für den Transport des Sauerstoffs zu den einzelnen Körperzellen. Die Zellarbeit wird verringert, wenn nicht ausreichend Sauerstoff vorhanden ist. Dies wird als Müdigkeit wahrgenommen.

Bei Betroffenen reicht daher auch ausgiebiges Schlafen nicht aus. Die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nimmt massiv ab. Mediziner sprechen im Zusammenhang mit ständiger Müdigkeit im Fachjargon mitunter von „Fatigue“ oder dem „Fatigue Syndrom“. In diesen Fällen handelt es sich um eine krankhafte Form der Müdigkeit.

Wer ist von Eisenmangel betroffen?

Müdigkeit ist ein weitverbreitetes Übel. Mehr als die Hälfte der österreichischen Bevölkerung leidet unter starker Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Das hat eine österreichweite Umfrage (marketagent.com, Nov. 2019) mit 1.000 Teilnehmern ergeben.

 

 

Besonders oft betroffen: Frauen

Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Frauen im Menstruationsalter leiden häufig unter Eisenmangel, weil mit dem monatlichen Blutverlust auch ein Eisenverlust einhergeht. Studien haben zudem gezeigt, dass Frauen dieser Altersspanne weniger Eisen mit der Nahrung aufnehmen als ihr Körper braucht. Sie sind daher auch eine der größten Risikogruppen für ständige Müdigkeit und Erschöpfung. Besonders betroffen sind:

  • Junge Frauen am Beginn der monatlichen Blutungen
  • Frauen reiferen Alters, bei denen sich die Wechseljahre ankündigen
  • Frauen in der Schwangerschaft
  • Frauen kurz nach der Geburt

 

„Ich bin im Büro fast eingeschlafen“ – Eine Patientin berichtet

 

Eisenmangel ist aber keine reine Frauenkrankheit. Auch bei anderen Personengruppen kann sich ein Eisenmangel entwickeln. Zu den Risikogruppen zählen auch:

  • Senioren
  • Kinder und Jugendliche
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen
  • Patienten nach Operationen
  • Regelmäßige Blutspender
  • Sportler (vornehmlich Leistungs- und Ausdauersportler)
  • Vegetarier und Veganer

 

Liegt der anhaltenden Müdigkeit eine andere Grunderkrankung zugrunde, kommen weitere Risikogruppen, wie z. B. Krebspatienten, Personen mit Stoffwechselerkrankungen, hinzu.

Aber Nur ein Viertel der Betroffenen konsultiert wegen anhaltender Müdigkeit einen Arzt.[1] Dabei liegt der starken Müdigkeit oft ein Eisenmangel zugrunde, der einfach therapierbar wäre.

Therapiemöglichkeiten

Von ständiger Müdigkeit Betroffene sollten einen Arzt konsultieren und die Ursache für ihre Beschwerden herausfinden. Mit einem einfachen Bluttest stellt der erfahrene Arzt bzw. Eisenexperte einen Eisenmangel oder eine Anämie (Blutarmut) fest.

Welche Eisenwerte sind wichtig?

Um festzustellen, ob der anhaltenden Müdigkeit ein Eisenmangel zugrunde liegt, genügt es nicht, nur den Eisenwert im Blut festzustellen. Entscheidend sind die folgenden Laborparameter:

  • Hb-Wert (Hämoglobin-Wert)
  • Serum-Ferritin
  • Transferrinsättigung
  • C-reaktives Protein (CRP)

 

Ist Eisenmangel der Grund für die Müdigkeit und die damit einhergehenden Beschwerden, kann den Betroffenen rasch Linderung verschafft werden. Liegt eine Eisenmangelanämie oder ein Eisenmangel vor, gibt es eine Reihe von Therapiemöglichkeiten.

  • Orale Therapie

Dabei wird mit Tabletten, Kapseln oder Säften versucht, den Eisenmangel auszugleichen. Dies ist langwierig, da die Medikamente über mindestens vier bis zwölf Wochen eingenommen werden müssen. Die oralen Präparate werden von den Patienten zudem oft schlecht vertragen.³ Sie führen häufig zu Verfärbungen des Stuhls, Übelkeit oder Verstopfung, was viele Patientinnen und Patienten als so unangenehm empfinden, dass sie die Einnahme vorzeitig abbrechen. Dazu kommt, dass gewisse Lebensmittel die Aufnahme der Eisentabletten vermindern. Dazu gehören Milch- und Weißmehlprodukte, Schwarztee und Kaffee.⁴

Intravenöse Therapie mit Infusionen – Hierbei wird das Eisen-Präparat dem Körper direkt über die Vene, ohne den Umweg über den Darm, zugeführt. Damit erhält der Patient die gesamte Dosis in ein oder zwei Sitzungen. Die intravenöse Gabe von Eisen wird empfohlen, wenn die Betroffenen orale Präparate nicht vertragen oder wenn diese nicht ausreichen, um den Eisenmangel zu beheben.⁵ Auch, wenn eine schnelle Auffüllung der Eisenspeicher gewünscht ist, sind Eiseninfusionen das Mittel der Wahl.


Eisenmangel behandeln, auch wenn die Werte stimmen?

Auch Patienten, die an den typischen Beschwerden leiden, deren Werte aber noch im unteren Normbereich liegen, können von einer Eisenmangel-Behandlung profitieren. So konnte in einer placebokontrollierten Studie an 90 prämenopausalen Frauen ohne Anämie (und Ferritin < 50 ng/ml) durch Eisengabe eine deutliche Verbesserung der Müdigkeit nach sechs Wochen erzielt werden.⁷ Die Behandlung führt zu einer Verbesserung der Lebensqualität, der allgemeinen Leistungsfähigkeit und zu einer Verringerung der Müdigkeit.

 

Ärzte in Eisenkompetenzzentren haben sich darauf spezialisiert, individuelle Therapieoptionen zur Behandlung von Eisenmangelerscheinungen anzubieten. Sie finden auf dieser Webseite neben einer Auflistung der Eisenkompetenzzentren in Ihrer Nähe und in ganz Österreich, ausführliche Informationen zu den Therapiemöglichkeiten.

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Hinweis: Modernere Infusionstherapien bieten eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich der Verabreichung und der Eisenaufnahme. Bei entsprechender Diagnose werden die Präparate von der Krankenkasse bezahlt.

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Weitere Fragen zum Thema Müdigkeit

Wieviel Schlaf brauchen Sie, um fit zu sein?

Wieviel Schlaf ist notwendig, um sich ausgeschlafen zu fühlen? Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Während Kleinkinder bis zu 16 Stunden Schlaf benötigen, reichen Erwachsenen sechs bis acht Stunden, um fit und leistungsstark zu sein. Ältere Personen kommen häufig mit weniger Schlaf aus. Die meisten Menschen haben ein gutes Gespür dafür, wieviel Schlaf sie brauchen. Wichtig ist, ausreichend und ungestört zu schlafen. Denn auch Schlafstörungen führen zu Müdigkeit und Abgespanntheit und beeinträchtigen das körperliche Wohlbefinden.

Kann man ständiger Müdigkeit vorbeugen?

„Normale“ Müdigkeit lässt sich am besten durch ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und ein angemessenes Maß an Bewegung verhindern. Frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte sowie in mäßigen Portionen Fisch, Fleisch und Eier helfen, einen Nährstoffmangel zu vermeiden. Eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen D, B6, B12 sowie mit Folsäure tragen wesentlich zum Wohlbefinden bei.

Chronische Müdigkeit, der ein Eisenmangel zugrunde liegt, kann durch Ernährungsänderungen und Lebensstilanpassungen zwar abgeschwächt, aber in der Regel nicht gänzlich behoben werden.

Welche Hausmittel helfen gegen ständige Müdigkeit?

Die klassischen Hausmittel gegen Müdigkeit – Kaffee, Tee, kalte Duschen – haben höchstens kurzfristigen Effekt. Gesunde Ernährung, Bewegung, viel frische Luft, viel Flüssigkeit empfehlen sich eher, um Müdigkeit zu vermeiden. Bei chronischer Müdigkeit, der ein Mangel oder eine Krankheit zugrunde liegt, helfen Hausmittel aber nur bedingt. Bei belastender chronischer Müdigkeit sollte der Arzt hinzugezogen und eine individuelle Therapie angedacht werden. Begleitend können Hausmittel den Behandlungsverlauf allerdings positiv unterstützen.

 

¹  Marktumfrage Eisenhaushalt, marketagent.com, September 2019
²  DEGAM S3-Leitlinie Müdigkeit, AWMF-Register-Nr. 053-002, DEGAM-Leitlinie Nr. 2, S. 41-42
³  Hastka J et al.: Onkopedia-Leitlinie Eisenmangel und Eisenmangelanämie; Stand 2018 (www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/eisenmangel-undeisenmangelanaemie/@@view/html/index.html; Zugriff 20. Mai 2019) 3 Behnisch W et al.: S1-Leitlinie 025-021: Eisenmangelanämie; Stand: 1/2016 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/025-021l_S1Eisenmangelanaemie_2016-01.pdf; Zugriff 20. Mai 2015)
⁴  Hastka J et al.: Onkopedia-Leitlinie Eisenmangel und Eisenmangelanämie; Stand 2018 (www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/eisenmangel-undeisenmangelanaemie/@@view/html/index.html; Zugriff 20. Mai 2019) 3 Behnisch W et al.: S1-Leitlinie 025-021: Eisenmangelanämie; Stand: 1/2016 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/025-021l_S1Eisenmangelanaemie_2016-01.pdf; Zugriff 20. Mai 2015)
⁵  Hastka J et al.: Onkopedia-Leitlinie Eisenmangel und Eisenmangelanämie; Stand 2018 (www.onkopedia. com/de/onkopedia/guidelines/eisenmangel-undeisenmangelanaemie/@@view/html/index.html; Zugriff 20. Mai 2019) 3 Behnisch W et al.: S1-Leitlinie 025-021: Eisenmangelanämie; Stand: 1/2016 (www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/025-021l_S1Eisenmangelanaemie_2016-01.pdf; Zugriff 20. Mai 2015)
⁶  Erstattungskodex des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger; Stand 1. Jänner 2019 (www.hauptverband.at/cdscontent/load?contentid=10008.637165&version=1547457588; Zugriff 20. Mai 2019)
⁷  Krayenbrühl et al., Blood 2011

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