Frauen kurz nach der Geburt: Baby Blues & Wochenbettdepression – Eisenmangel

Volle Eisenspeicher für die Zeit nach der Geburt

Gut gefüllte Eisenspeicher sind bereits während der Schwangerschaft für Mutter und Kind wichtig. Nach der Geburt gilt dies genauso. Denn nicht selten geht die Geburt eines Kindes mit beträchtlichem Blutverlust einher.

Blutverlust bedeutet gleichzeitig auch Eisenverlust. Da die Mutter gerade in der Zeit kurz nach der Geburt viel Energie braucht

  • zur Regeneration des Körpers,
  • zur Milchbildung,
  • um die ersten anstrengenden Tage mit dem Neugeborenen gut zu meistern,

 

ist es wichtig, dass die Eisenspeicher der jungen Mutter gut gefüllt sind.

Rechtzeitige Eiseninfusion bei Schwangerschaft – Dr. Doris Gapp erklärt

Es gibt Hinweise in der Literatur ¹, dass leere Eisenspeicher oder eine Anämie nach der Geburt mit der sogenannten Wochenbettdepression, auch postpartale Depression, in Zusammenhang stehen.

Eisenmangel als Mitverursacher von Wochenbettdepression

Körperliche Mit-Verursacher der Wochenbettdepression, wie etwa Eisenmangel, können mithilfe eines Blutbilds festgestellt werden. Liegt ein Eisenmangel vor, ist dieser rasch und unkompliziert behandelbar.

Dazu stehen mehrere Therapieformen zur Verfügung. Welche davon zum Einsatz kommt, entscheidet der jeweilige Eisenexperte oder Arzt:

  • Orale bzw. medikamentöse Therapie
  • Intravenöse Therapie – Eiseninfusion

 

Hierbei werden die Eisenspeicher der betroffenen Frau mittels Infusionen aufgefüllt. Das Präparat wird direkt in die Vene verabreicht. Das hat den Vorteil, dass die gesamte Dosis dem Körper unmittelbar und verlustfrei zur Verfügung steht.

Bei der modernen Eiseninfusion sind nur ein bis zwei Sitzungen nötig, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen.

Holen Sie sich die Unterstützung eines Eisenmangel-Spezialisten in Ihrer Nähe. Er empfiehlt Ihnen die für Sie optimal passende Therapieform.

 

DIAGNOSTIK UND THERAPIE DES EISENMANGELS GEHÖREN IN DIE HAND EINES ERFAHRENEN ARZTES & EISENEXPERTEN!

In den Eisenzentren finden Sie Spezialisten, bei denen Sie sich Gewissheit über Ihren Zustand verschaffen können. Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit und vereinbaren Sie gleich einen Termin bei den Eisenexperten in Ihrer Nähe.


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Hinweis: Modernere Infusionstherapien bieten eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich der Verabreichung und der Eisenaufnahme. Bei entsprechender Diagnose werden die Präparate von der Krankenkasse bezahlt.

Die Expertinnen & Experten in den Eisenzentren beraten Sie gerne ausführlich!

Vom leichten Baby Blues zur Depression

Der klassische Baby Blues, die sogenannten Heultage der Mutter, ist die leichte Form der Wochenbettdepression. Er entwickelt sich bei 50 bis 70 % aller Frauen ². Die Verstimmung entsteht kurz nach der Geburt, erreicht ihr Maximum drei bis fünf Tage nach der Entbindung und klingt meistens innerhalb der ersten zehn Tage nach der Geburt wieder vollständig ab.

Die schwerere Form der Wochenbettdepression, die sogenannte postpartale oder postnatale Depression, entwickelt sich zumeist erst ab der zweiten Woche nach der Geburt. Rund 15 %³ der Wöchnerinnen sind davon betroffen.

Oft ist der Übergang vom leichten Baby Blues zur Depression fließend und schwer zu erkennen, weil die Symptome sich kaum unterscheiden. Der wesentliche Unterschied liegt in der Dauer: Ein Baby Blues klingt normalerweise rund zehn Tage nach der Geburt wieder ab. Die Dauer einer postpartalen Depression geht deutlich darüber hinaus.

 

Wie entsteht eine Wochenbettdepression?

Bei der Entstehung einer Wochenbettdepression spielen körperliche, psychische und soziale Faktoren eine Rolle. Oft ist es das Zusammenspiel mehrerer Ursachen, das die Depression auslöst.

  • Hormonelle Umstellungen
  • Emotionale Anstrengungen
  • Körperliche Anstrengungen
  • Schlafdefizit

 

Vor allem in den ersten Wochen nach der Geburt wird den Müttern viel abverlangt und das führt häufig zu Erschöpfungszuständen.

Hinzu kommt die psychische Belastung, vor allem wenn junge Mütter möglichst alles perfekt machen möchten und dies nicht hundertprozentig gelingt. Auch das soziale Umfeld kann die Probleme auslösen bzw. verstärken. Hat die Mutter das Gefühl, den Erwartungen der Familie, der Freunde und Bekannten nicht gerecht zu werden, kann dies die Situation verschlimmern.

Die Entstehung einer Wochenbettdepression kann zudem organischen Ursachen, zumindest teilweise, zugeschrieben werden.

  • Eisenmangel
  • Schilddrüsenstörung
  • Autoimmunerkrankung

 

Eisenmangel erzeugt:

 

Viele Eisenmangel-Symptome kommen auch bei einer Wochenbettdepression vor. Daher ist in jedem Fall eine fundierte ärztliche Abklärung notwendig, damit rasch die passenden therapeutischen Maßnahmen eingeleitet werden können.

Symptome und Folgen einer Wochenbettdepression

Mütter, die an einer Wochenbettdepression leiden, klagen über diese Symptome:

  • Anfangs allgemeine Empfindlichkeit
  • Plötzliche Weinkrämpfe ohne ersichtlichen Grund
  • Erhöhte Reizbarkeit
  • Gedrückte Stimmung, Traurigkeit, Interessensverlust
  • Angst und Hoffnungslosigkeit, Schuldgefühle bis hin zu Panikattacken
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit, Energiemangel und Antriebslosigkeit
  • Schwindel, Kopfschmerzen, Muskelverspannungen
  • Mangelndes Selbstvertrauen
  • Konzentrationsprobleme
  • Mangel an Appetit, Verdauungsstörungen
  • Niedergeschlagenheit, sozialer Rückzug bis hin zu Selbstmordgedanken

Folgen

Bleibt die Wochenbettdepression unentdeckt und unbehandelt, kann dies schwerwiegende Folgen für Mutter und Kind nach sich ziehen.

Mütter, die an einer postpartalen Depression leiden, haben das Gefühl, den Alltag nicht mehr meistern zu können. Sie vernachlässigen den Haushalt und können ablehnende Gefühle dem Kind gegenüber entwickeln, was sich negativ auf die Fürsorge für das Baby auswirkt. In der Regel versorgen Sie das Kind zwar ordnungsgemäß, aber eher mechanisch ohne von Herzen kommende Zuwendung.

Kommen zu den sonstigen Symptomen noch Wahnvorstellungen, Realitätsverlust und starke Persönlichkeitsveränderungen dazu, könnte sich eine postpartale Psychose entwickeln.

Sie entsteht nicht sehr häufig – nur bei etwa ein bis zwei von 1.000 Geburten.

Betroffene Mütter sollten nicht allein gelassen werden und rasch ärztlichen Rat einholen. Bereits bei den ersten Anzeichen sollte ein fachkundiger Mediziner herangezogen werden, der den Ursachen auf den Grund geht und die passende Behandlung einleitet.

Welche Frauen sind am häufigsten betroffen?

Grundsätzlich kann sich bei jeder Wöchnerin eine postpartale Depression entwickeln. Leidet die betroffene Frau an einem Eisenmangel, könnte dies ein Mit-Auslöser sein.

Ein höheres Risiko besteht für Frauen:

  • bei denen bei der Geburt Komplikationen auftreten
  • die in schwierigen Beziehungen leben oder die ihr soziales Umfeld als nicht stimmig erleben
  • die wenig soziale Unterstützung erfahren
  • die bereits vor der Schwangerschaft psychische Probleme hatten
  • die während der Schwangerschaft und nach der Geburt belastenden Erlebnissen ausgesetzt waren.

Behandlung und Vorbeugung einer Wochenbettdepression

Wie wird eine Wochenbettdepression behandelt?

Betroffene, die eine Wochenbettdepression bei sich vermuten, sollten rasch einen kompetenten Arzt aufsuchen. Je früher die Depression erkannt wird, desto eher kann gegengesteuert werden.

In leichten Fällen genügt oft die Organisation von Unterstützung und von Gesprächspartnern.

In schwereren Fällen ist vielleicht eine psychotherapeutische Behandlung notwendig. Gesprächs- oder Körpertherapiemaßnahmen sind denkbar, genauso wie bei Bedarf eine medikamentöse Behandlung (Antidepressiva). In Härtefällen kann sogar eine stationäre Aufnahme nötig werden.

 

Hausmittel allein reichen nicht

Mit Hausmitteln allein kann eine ausgeprägte Wochenbettdepression in der Regel nicht behandelt werden. Sie können aber dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Heilung zu unterstützen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, viel frische Luft und soziale Kontakte helfen, die Depression zu überwinden.

Der behandelnde Arzt wägt ab, welche therapeutischen Maßnahmen getroffen werden sollen und begleitet die Behandlung.

Zur Vermeidung einer Wochenbettdepression können verschiedene Maßnahmen beitragen:

  1. Um eine Mitwirkung von Eisenmangel an der Entstehung einer Depression auszuschließen, kontrolliert man am besten bereits während der Schwangerschaft oder – bei Verdacht auf einen Eisenmangel – bei bestehendem Kinderwunsch die Eisenwerte, um rechtzeitig die Eisenversorgung des Körpers zu optimieren. Die rascheste Art, die leeren Eisenspeicher wieder aufzufüllen, ist die Verabreichung einer modernen Eiseninfusion.
  2. Hilfreich ist, bereits vor der Geburt über Ängste und Sorgen zu sprechen und sich mit Personen, denen man vertraut, über die Erwartungen an die Mutterrolle auszutauschen.
  3. Der Aufbau und die Pflege eines gut funktionierenden Beziehungsnetzes wirken ebenfalls unterstützend.
  4. Förderlich ist zudem ein respektvoller und positiver Beistand bei der Geburt Die Auswahl von Hebamme und Ärzten sollte mit Bedacht erfolgen.
  5. Bei Frauen, die bereits nach früheren Geburten an einer Depression gelitten haben, lässt sich bei Bedarf unter ärztlicher Aufsicht auch medikamentös vorbeugen.

 

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