Therapieformen

Auf dieser Seite finden sie Informationen zu:

Das Wichtigste zusammengefasst

  1. Eisenmangel ist gut und unkompliziert behandelbar.
  2. Es stehen mehrere Eisenmangel-Therapieformen zur Verfügung.
  3. Welche Therapieform zum Einsatz kommt entscheidet der jeweilige Eisenexperte oder Arzt.

 

Übersicht Therapieformen

Nach der Diagnose des Eisenmangels ist es wichtig die richtige Therapieform zu finden. Eisenmangel kann sehr gut und einfach behandelt werden.

 

Es gibt mehrere Therapieformen, die Ihr Arzt gemeinsam mit Ihnen festlegt und Sie begleitet. Zum einen gibt es die orale bzw. medikamentöse Therapieform. Diese wird in den meisten Fällen in Form von Tabletten, Dragees oder Säften durchgeführt. Bei den intravenösen Therapieformen werden orale Präparate nicht verwendet. Hier wird der Eisenspeicher mittels Infusionen aufgefüllt.

 

Infographik: Übersicht mögliche Eisenmangel-Therapien

Infographik: Übersicht mögliche Eisenmangel-Therapien

Eisenexperte, Allgemeinmediziner Dr. Christian Schuberth, Wien
Eisenmangel ist gut behandelbar. Die Behandlung wird individuell abgestimmt.

Dr. Christian Schuberth, Wien

Allgemeinmediziner & Eisenexperte

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1. EISENHALTIGE NAHRUNG

Vorteile

  1. Natürliche Vorkommen

Nachteile

  1. Bei Eisenmangel oft zu wenig
  2. Eingeschränkte Lebensmittelauswahl

 

 

2. ORALE THERAPIE – Eisentabletten

Vorteile

Zuhause durchführbar

Nachteile

  1. Lange, regelmäßige Einnahme notwendig
  2. Wirkung setzt langsam ein
  3. Genaue Einnahme erforderlich
  4. Mögliche Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt

Geeignet für

  1. Schwangere Frauen

 

 

3. MODERNE EISENINFUSION

Vorteile

  1. Die gesamte Eisendosis steht dem Körper zur Verfügung ohne Verluste
  2. Nur ein bis zwei Arztbesuche zur Verabreichung notwendig
  3. Verabreichung von höheren Einzeldosen möglich

Nachteile

  1. Werden nicht von jedem Arzt angeboten (nur von speziell geschulten Eisenexperten)

 

 

4. MEHRMALIGE EISENINFUSIONEN

Vorteile

  1. Die gesamte Eisendosis steht dem Körper zur Verfügung ohne Verluste
  2. Verabreichung von höheren Einzeldosen möglich

Nachteile

  1. Mehrmalige Arztbesuche notwendig
  2. Hoher Zeitaufwand
  3. Werden nicht von jedem Arzt angeboten (nur von speziell geschulten Eisenexperten)

faq_sprechblase FAQs

Wie bekomme ich Eisenmangel wieder „in den Griff?“

Welche Maßnahmen für Sie geeignet sind, um Ihren Eisenmangel zu beheben, kann nur der behandelnde Arzt/die behandelnde Ärztin gemeinsam mit Ihnen entscheiden. Die Möglichkeiten reichen von einer Ernährungsanpassung über die Einnahme von Tabletten, Kapseln oder Säften bis hin zur Gabe einer Eiseninfusion durch einen Eisenexperten, um die Eisenspeicher rasch wieder aufzufüllen.

Wer macht Eisentherapie?

Eine fundierte Eisentherapie kann von jeder Ärztin/ jedem Arzt durchgeführt werden, die/der mit der Materie vertraut ist. Auf dieser Website finden Sie unter „Eisenzentren“ eine Liste von Ärztinnen und Ärzten in ganz Österreich, die sich speziell mit dem Thema Eisenmangel befasst haben und die Sie gut beraten können.

Mein Arzt hat mir Eisentabletten verschrieben, allerdings vertrage ich diese nicht gut. Gibt es andere Therapiemöglichkeiten?

Bei einer Unverträglichkeit von Eisentabletten ist die Verabreichung von Eisen über die Vene eine alternative, schnell wirksame Therapieform. Da es, genauso wie bei Eisentabletten, auch für die Eiseninfusionen unterschiedliche Eisenpräparate gibt, die in verschiedenen Dosierungen mehr oder weniger häufig gegeben werden müssen, sollten Sie einen spezialisierten Arzt zu Rate ziehen, welche Variante für Sie die vorteiligste ist. Auf dieser Website finden Sie unter Eisenzentren eine Liste von Ärzten in ganz Österreich, die sich darauf spezialisiert haben.

Ich nehme seit Jahren Eisentabletten, jedoch ohne Wirkung. Warum?

Das kann mehrere Gründe haben. Generell wird Eisen, das über den Verdauungstrakt zugeführt wird, nur zu etwa einem Zehntel vom Körper aufgenommen. Das betrifft das Nahrungseisen ebenso wie das Eisen aus Tabletten. Um die Eisenaufnahme zu verbessern, sollten Eisentabletten auf nüchternen Magen und mit Orangen- oder Zitronensaft eingenommen werden. Falls der Eisenverlust (durch starkes Schwitzen beim Sport, durch monatliche Blutungen oder ähnliches) weiter besteht, kann es sein, dass die Eisentabletten dies nicht kompensieren können. In so einer Situation empfehlen wir, einen Spezialisten aufzusuchen, der dem auf den Grund geht.

Ist die Oral–Therapie mit Tabletten schlechter als eine Eiseninfusion?

Die orale Therapie ist immer der erste Behandlungsschritt, es sei denn, triftige Gründe sprechen dafür, dass gleich eine Eiseninfusion gemacht wird. Darüber entscheidet die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt. Die Therapie mit Tabletten erfolgt in der Regel über mehrere Wochen bis Monate, während die Eiseninfusion mitunter durch eine Sitzung den gewünschten Effekt erzielen kann.

Wie sicher sind Eiseninfusionen?

Jedes Medikament birgt ein Risiko für Nebenwirkungen. Bei der korrekten Anwendung überwiegt der Nutzen von einer Eiseninfusionstherapie das mögliche Risiko deutlich. Das hat auch die europäische Gesundheitsbehörde (EMA) in einem ausführlichen Nutzen-Risiko-Bewertungsbericht vor kurzem festgehalten.

In den letzten Jahren sind Infusionspräparate mit verbessertem Sicherheitsprofil auf den Markt gekommen, die zudem durch eine Verkürzung der Infusionsdauer und eine Verringerung der Verabreichungshäufigkeit wesentlich patientenfreundlicher sind. Das Eisenzentrum in Ihrer Nähe kann Sie diesbezüglich informieren und beraten.

Wie lange hält eine Eiseninfusion? Bzw. wie oft muss man sie machen?

Das hängt ganz davon ab, woher der Eisenmangel kommt. Kann man seine Ursache erfolgreich ausschalten, kann eine einzige Eiseninfusion ausreichend sein um den Eisenmangel endgültig zu therapieren. Der behandelnde Arzt entscheidet, wann eine Kontrolle der Blutwerte ratsam ist. Häufig wird dies nach einem halben bis einem Jahr gemacht. Danach entscheidet sich, ob eine weitere Eiseninfusion notwendig ist.

Was kostet eine Eisentherapie?

Wenn der behandelnde Arzt eine sogenannte „orale“ Eisen-Therapie mit Tabletten, Säften oder Kapseln verschreibt, wird diese von der Kasse erstattet. Auch für eine Infusionstherapie gibt es Präparate, die in der Regel von der Krankenkasse übernommen werden.

Seit 1.1.2018 gibt es auch bei den moderneren Infusionstherapien, die eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich der Verabreichung haben, ein Präparat, das von der Kasse bezahlt wird. Die Experten in den Eisenzentren können Sie dazu beraten.

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