Mehrmalige Eiseninfusion

Die rascheste Art, die leeren Eisenspeicher wieder aufzufüllen, ist die Verabreichung einer Eiseninfusion. Im Gegensatz zur modernen Eiseninfusion ist bei dieser Therapieform ein mehrmaliger Arztbesuch für die Verabreichung der Infusion notwendig.
Bei dieser Infusion wird ebenfalls das Eisen-Präparat, das als dunkelbraune Lösung in kleinen Durchstechflaschen oder Ampullen enthalten ist, vom medizinischen Fachpersonal in eine Spritze aufgezogen und in eine Flasche oder einen Beutel Kochsalzlösung gespritzt. Die wässrige Kochsalzlösung bekommt dann ihre typische, tief braune Farbe.

 

Wie oft die Behandlung wiederholt werden soll und wie lange sie dauert, kommt auf den Einzelfall an. Die benötigte Gesamtdosis wird vom Arzt berechnet und kann gegebenenfalls mit einer einzigen oder wenigen Behandlungen verabreicht werden. Die Eisenmenge kann man auch in unverdünnter Form als Injektion erhalten.

 

Wie bei jedem Medikament kann es auch bei Eisen-Infusionen zu Nebenwirkungen kommen. Um sicher zu gehen, dass dem Patienten nach der Infusion nicht schwindelt oder sonstige Unverträglichkeiten auftreten, wenn niemand mehr in der Nähe ist, der diese gleich behandeln kann, behält der behandelnde Arzt seine Patienten nach einer Eisen-Infusion im Normalfall noch einige Minuten in seiner Ordination.

 

Der wesentliche Vorteil dieser Therapieform ist, dass auf diesem Weg die gesamte Eisendosis dem Körper in nur wenigen Schritten und ohne Verluste zur Verfügung steht. Eisenpräparate, die als Infusion verabreicht werden können, müssen dadurch nicht den Magen-Darm-Trakt überwinden. Der Darm lässt pro Tag nur maximal 5mg Eisen ins Blut durch, egal wieviel Eisen an ihm entlang wandert. Auf dem Blut-Weg, also über die Vene verabreicht, wird es im Körper sehr rasch zu den Speicherzellen transportiert, von wo aus das Eisen im Bedarfsfall für die Blutbildung und andere wichtige eisenabhängige Körpervorgänge bezogen wird. Sollte schon eine Anämie (Blutarmut) vorliegen, fließt alles Eisen, das dem Körper zugeführt wird, zuerst in die Produktion neuer, funktionstüchtiger Roter Blutkörperchen. Erst dann, wenn die Anämie behoben ist, werden die anderen eisenabhängigen Stoffwechselprozesse mit Eisen versorgt.

 

Patienten, die kurze Zeit nach der Auffüllung ihrer Eisenspeicher eine deutliche Besserung ihrer Lebensqualität erfahren haben, berichten häufig von einer signifikanten Besserung der chronischen Müdigkeit und einem neu gewonnenen Gefühl der Energie und Unternehmungslust.

 

 

TESTIMONIALS TAMARA & MONIKA

 

 

WAS GILT ES BEI DER THERAPIE ZU BEACHTEN?

Neben der Wahl der optimalen Therapie zur Beseitigung des Eisen-Mangels, müssen vor allem die Eisenmangel-Ursachen abgeklärt werden. Gründe können eine starke Regelblutung, eisenarme Ernährung oder ein sportbedingt hoher Eisenverbrauch sein. Es kann allerdings auch eine Erkrankung zugrunde liegen, die dringend behandelt werden muss. Eine Nachkontrolle der Eisentherapie zur überwachung des Therapieerfolgs ist erst nach sechs bis acht Wochen sinnvoll, da der wichtigste Wert zur Beurteilung des Eisenstatus, das Ferritin, erst ab diesem Zeitpunkt wieder aussagekräftig ist. Basierend auf dem Laborbefund sechs bis acht Wochen nach der letzten Eisen-Infusion wird Ihr Arzt mit Ihnen gemeinsam über die weiteren Therapieschritte entscheiden.

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