Eisen im Körper

Warum ist Eisen so wichtig für die Gesundheit?

Wieviel Eisen braucht der Mensch? Warum ist es so wichtig genug Eisen im Körperkreislauf zu haben? Wie wird Eisen im Körper aufgenommen? Wie und wohin wird Eisen im Körper transportiert? Was tun bei Eisenmangel?

Eisen ist ein essentielles Spurenelement, das im gesunden Organismus mit der Nahrung aufgenommen wird und an einer Vielzahl von wichtigen Funktionen im Körper beteiligt ist.

Der Körper jedes Menschen enthält etwa 2,5 bis 4 Gramm Eisen. In diesem Film bekommen Sie allgemeine Informationen über den Kreislauf des Eisens im Körper sowie die Entstehung und mögliche Konsequenzen eines Eisenmangels: Die Eisenaufnahme mit der Nahrung: nur etwa 5-10% des Eisens, das in den Magen-Darm-Trakt gelangt, wird tatsächlich vom Körper in nutzbarer Form aufgenommen.

  • Der Transport des Spurenelements Eisen: Der Anteil des Eisens aus der Nahrung, der über die Darmzelle in den Blutkreislauf geschleust wird, wird an einen Träger gebunden. Dabei handelt es sich um ein körpereigenes Eiweiß namens Transferrin. Über dieses Trägerprotein gelangt das Eisen zu Zellen, in denen es entweder gespeichert oder gleich genutzt wird.
  • Die Nutzung des Eisens im Körper: Ca. 60% des Eisens wird für den Sauerstofftransport in den roten Blutkörperchen gebraucht. Durch das Eisen bekommen die roten Blutkörperchen auch ihre Farbe. Deshalb ist Blut rot. Um in die roten Blutkörperchen eingebaut zu werden, wird das Eisen in das Knochenmark transportiert, wo die roten Blutkörperchen produziert werden. Der Vorgang der Neuentstehung roter Blutkörperchen nennt man Erythropoese. Der übrige Anteil des benötigten Eisens wird in andere Zellen, wie zum Beispiel Muskelzellen, wo es für die Sauerstoffspeicherung und die Umwandlung von zugeführter in nutzbare Energie verantwortlich ist, transportiert oder in dafür vorgesehenen Eisenspeichern auf Lager gelegt. Eisen ist für über 100 Stoffwechselprozesse unerlässlich und sorgt so für die Aufrechterhaltung eines gesunden Organismus.
  • Die Speicherung des Eisens in Leber, Milz und Knochenmark: Eisen kann in vielen Zellen gespeichert werden. Hauptsächlich wird es allerdings in immunologisch wichtigen Zellen von Leber, Milz und Knochenmark als „Ferritin“ gelagert um möglichst schnell bei Bedarf mobilisiert werden zu können.
  • Die Regulierung des Eisenstoffwechsels: Eine zentrale Rolle in der Regulation, wieviel Eisen im Körper transportiert wird beziehungsweise wieviel aus den Eisenspeichern nutzbar gemacht werden kann, spielt das  in der Leber produzierte Hormon „Hepcidin“. Es steuert die Abgabe des Eisens aus den Darmzellen und den Eisenspeichern.
  • Die Wiederverwertung von Eisen im Körper: Das Eisen aus den roten Blutzellen, die schon so lange im Körper zirkuliert sind, dass sie erneuert werden müssen (nach 120 Tagen) wird für den Aufbau neuer Blutkörperchen im Knochenmark verwendet. Dafür werden die alten roten Blutkörperchen in der Milz herausgefiltert und zerlegt. Das kostbare Eisen wird recycled und gespeichert oder gleich wieder ins Knochenmark transportiert um bei der Neubildung von roten Blutkörperchen eingebaut werden zu können.
  • Der Verlust von Eisen: Der Eisenhaushalt des Körpers ist sehr sparsam. Am Tag gehen nur etwa 1-2mg Eisen durch Hautabschilferung, Schweiß oder mit dem Stuhl verloren. Ein relativ großer Anteil an Eisen kann allerdings chronischen Blutverlusten zum Opfer fallen, die der Körper durch eine eisenreiche Kost alleine oft nicht mehr ausgleichen kann. Dies können neben den Monatsblutungen bei Frauen auch minimale, laufende Blutverluste sein, die sich weder durch Schmerzen, noch durch sichtbare Blutungen zu erkennen geben. Häufig treten solche kleinen, unauffälligen Blutungen im Darm auf. Das Blut wird dann unbemerkt mit dem Stuhl ausgeschieden. Auch Hämorrhoiden können chronische Blutverluste bedingen. Diese werden allerdings in der Regel vom Leidtragenden bemerkt, da sie normalerweise sehr schmerzhaft sind und helles Blut dem Stuhl aufgelagert ist.

Jeder gesunde Mensch sollte täglich 10-15mg Eisen zu sich nehmen. Eisenmangel ist ein Problem, das bei allen Bevölkerungsgruppen in jedem Alter auftreten kann. Besonders häufig sind Frauen im gebärfähigen Alter, Leistungssportler, Kinder bzw. Jugendliche im Wachstum und Vegetarier betroffen.

Die häufigsten Eisenmangel Symptome sind Müdigkeit, Kopfschmerzen, Leistungsschwäche, gedrückte Stimmungslage, Haarausfall und brüchige Nägel.

Was tun bei Eisenmangel?

Sie können mit der richtigen Ernährung einem Eisenmangel vorbeugen. Achten Sie besonders darauf, welche Zusammenstellung des Speiseplans sich günstig auf die Aufnahme des Eisens aus der Nahrung auswirkt und welche Genussmittel nicht kombiniert werden sollten. Ist bereits ein Eisenmangel eingetreten, der sich durch die typischen Eisenmangelsymptome äußert, oder liegt ein Blutbefund – der entleerte Eisenspeicher mittels eines erniedrigten Ferritinwertes ausweist – vor, kann der Mangel durch die konsequente, längere Einnahme rezeptpflichtiger Eisentabletten oder mittels einer Eiseninfusion ausgeglichen werden. Welche Therapieform die beste für Ihre Bedürfnisse ist, kann nur ein fachkundiger Arzt mit Ihnen entscheiden.

Auf dieser Website sind Ärzte in ganz Österreich aufgelistet, die sich speziell mit diesem Thema auseinandersetzen. Hier finden Sie Eisenzentren in Ihrer Nähe.